Schöppingen ist ,,Landesmusikort des Jahres 2025"
Schöppingen – Ein Dorf mit einer riesigen Musikszene
Schöppingen kann stolz sein: Unsere Gemeinde wurde vom Deutschen Musikrat (DMR) und dem Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) als „Landmusikort des Jahres 2025" ausgezeichnet! Diese besondere Ehre, verbunden mit einem Preisgeld von 2.000 Euro, würdigt das herausragende musikalische Engagement und die lebendige Kultur in unserem ländlichen Raum.
Man könnte meinen, 7000 Einwohner wären zu wenige für eine lebendige Kultur, doch Schöppingen beweist eindrucksvoll das Gegenteil. Die Gemeinde im Münsterland birgt eine bemerkenswert vitale und vielseitige Musikszene, deren Herzstück das unermüdliche Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher ist. Sie sind es, die mit ihrem Einsatz das Dorf zu einem kulturellen Anziehungspunkt machen und dafür eine verdiente Anerkennung erhalten sollten.
Schöppingens Ruf reicht weit über die Region hinaus, nicht zuletzt dank des Blues Festivals des Kulturrings. Seit über 30 Jahren lockt dieses international angesehene Event Fans aus aller Welt an. Doch auch Freunde klassischer Klänge kommen auf ihre Kosten: Der Freundeskreis Schöppinger Konzerte präsentiert in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Brictius und der VHS hochkarätige klassische Konzerte, die Musikliebhaber aus der gesamten Umgebung anziehen.
Die Feuerwehrkapelle Schöppingen erweist sich als ein weiteres tragendes Element des kulturellen Lebens. Mit ihren vielfältigen Ensembles – vom Jugendorchester bis zur Big Band „Vechte Sound" – begleitet sie traditionelle Veranstaltungen wie Schützenfeste und Karneval, gestaltet kirchliche Anlässe musikalisch und begeistert die Bürger regelmäßig mit ihren Frühjahrs- und Adventskonzerten.
Schöppingens Musikleben profitiert von vielfältigen Kooperationen: Das Künstlerdorf initiiert Projekte mit Laien (z.B. Feuerwehrkapelle), der Freundeskreis organisiert Konzerte mit VHS und Kirche. Die Musikschule Ahaus und die Feuerwehrkapelle arbeiten in der Ausbildung zusammen, ebenso Musikschule und Sekundarschule Horstmar Schöppingen (Bandförderung). Gemeinsame Auftritte und inklusive Angebote stärken die Szene. Relativ neu ist eine Kooperation der Bricitus-Grundschule mit der ZUE mit dem Ziel von gegenseitigen Besuchen und gemeinsames Singen.
Die Chöre in Schöppingen, Eggerode und Gemen leisten einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben und zur Stärkung der Gemeinschaft. Ihr aktives Mitwirken fördert das Vereinsleben und bringt Menschen zusammen.
Schöppingen ist somit ein leuchtendes Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement und Leidenschaft für die Musik ein kleines Dorf zu einem großen Namen in der Kulturlandschaft machen können.
Diese Anerkennung ist ein großer Ansporn, das musikalische Leben in Schöppingen weiterhin mit viel Leidenschaft und Herzblut zu gestalten.
(Ton an ;-) )
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Die Auszeichnung ist ein klares Zeichen für die Bedeutung ehrenamtlicher Kulturarbeit. Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats, betont: „Tolle Projekte und Initiativen brauchen Sichtbarkeit – gerade die häufig ehrenamtlich funktionierende musikalische Power in ländlichen Regionen. Der Preis ‚Landmusikort des Jahres‘ bringt genau das: Wertschätzung für die kreative Kulturarbeit und die erfolgreiche Vernetzung sowie starke Impulse für die Weiterführung der häufig mit viel Herzblut betriebenen Projekte."
Theresa Demandt, Geschäftsführerin des BMCO, bezeichnet die Ernennung als „Auszeichnung mit bundesweiter Strahlkraft". Sie hebt hervor, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für ein flächendeckendes und identitätsstiftendes Kulturangebot ist. „Die über 90 Bewerbungen der Kommunen haben uns gezeigt, wie mit viel ehrenamtlichem Engagement, Qualität und Vielfalt Musikkultur auf dem Land vernetzt und durchdacht gelebt wird. Dieser Schatz muss weiterhin für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewürdigt und gefördert werden", so Demandt.
Das Förderprogramm „Landmusikort" wird im Rahmen des Amateurmusikfonds des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien umgesetzt. Es unterstützt innovative Musikprojekte und ehrenamtliche Initiativen in ländlichen Gebieten. Die prämierten Orte erhalten das Gütesiegel „Landmusikort des Jahres" als Plakette, um ihr Engagement bundes- und landesweit sichtbar zu machen. Die Bewerbung stand Orten mit maximal 12.000 Einwohnern offen, die als „eher ländlich" oder „sehr ländlich" eingestuft werden.
Insgesamt hat die Jury 13 Gemeinden ausgezeichnet. Drei Bundespreise gingen an:
• Freyung (Bayern) – 1. Platz
• Forst (Baden-Württemberg) – 2. Platz
• Hochkirch (Sachsen) – 3. Platz
Die weiteren zehn Preisträger sind: Kirchzarten (Baden-Württemberg), Erbendorf (Bayern), Staufen im Breisgau (Baden-Württemberg), Kastellaun (Rheinland-Pfalz), Schöppingen (Nordrhein-Westfalen), Hörselberg-Hainich (Thüringen), Wiedensahl (Niedersachsen), Planebruch (Brandenburg), Schaafheim (Hessen) und Sebnitz (Sachsen).


