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NEUES AUS DER SEKUNDARSCHULE HORSTMAR-SCHÖPPINGEN

AUSBILDUNGSMESSE 2018 IN HORSTMAR

Gleich von der ersten Minute an strömten die interes-sierten Schüler/innen in die Turnhalle am Lernzentrum Horstmar zur achten Ausbildungsmesse, zu der die Stadt Horstmar zusammen mit den Gemeinden Schöppingen und Laer eingeladen hatte. Vertreter von Handwerk, Industrie und Dienstleistungen präsentierten an rd. 24 Ständen ihr Ausbildungsangebot. Auf Augen-höhe konnten sich die Schüler/innen bei Ausbildungsleitern und Firmenchefs umfassend informieren. Eine frühzeitige und umfassende Information und ein Praktikum in einem ausgesuchten Betrieb bieten die besten Voraussetzungen für eine vernünftige Berufswahl. In der Begrüßung bei der Messeeröffnung wies Bürgermeister Robert Wenking aus Horstmar darauf hin, dass die Chancen, in unserer Region einen Ausbil-dungsplatz zu bekommen, so gut wie nie zuvor seien.

Zukunftsorientierte Unternehmen suchen heute frühzeitig nach Azubis. Die Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Berufsleben. Damit diese nicht leichtfertig getroffen wird und dieser wichtige Schritt im Arbeitsleben auch gelingt, wird die Ausbildungsmesse auch im Jahr 2019 wieder stattfinden.

Am 05. Mai 2019 (Sonntag) werden sich die Ausbildungsbetriebe von 11 bis 15 Uhr in der Kulturhallte „KRAFTWERK“ in Schöppingen den zukünftigen Azubis vorstellen und für die vielen Fragen zur Verfügung stehen.

Alle Arbeitgeber aus Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistung aus Schöppingen, Horstmar und Laer können sich bereits jetzt für die Ausbildungsmesse anmelden. Das Anmeldeformular für die Firmen ist ab sofort auf den Internetseiten schöppingen.de, horstmar.de und laer.de hinterlegt.

Alle Ausbildungsbetriebe werden aber auch noch im ersten Quartal 2019 per E-Mail angeschrieben und um eine Teilnahme an der Ausbildungsmesse gebeten.

Weitere Infos bei Frau Sabine Sitte, Gemeinde Schöppingen, Tel.: 02555/88-39 oder per E-Mail: sabine.sitte@schoeppingen.de


PARTNERSCHAFT SCHULE – BETRIEB
 
Dass die Unternehmen nicht warten, sondern auf die Jugendlichen zugehen, ist eine Erkenntnis, die die Fa. AXA Maschinen- und Armaturen GmbH & Co.KG zum Anlass genommen hat, durch die Teilnahme am IHK-Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ die Zusammenarbeit mit der Sekundarschule zu verstärken.

Foto: Sven Beetz (IHK)

Die dritte Partnerschaft der Sekundarschule mit einem Betrieb zeugt davon, dass diese Partnerschaften immer wichtiger werden. Die Intention für die Geschäftsführerin, Frau Kappelhoff-Wöstmann, war dabei, die Initiative für die Facharbeitergewinnung zu ergreifen, um den Nachwuchs vor Ort zu erreichen. Die Altersstruktur im Betrieb zwingt dazu, sich rechtzeitig und nachhaltig um neue Mitarbeiter und eine Verjüngung der Belegschaft zu kümmern. Dabei ist das Schülerpotential vor Ort wichtig. Einfache und gute Erreichbarkeit des Betriebes sind ein Punkt dafür, sich um die Schüler vor Ort zu kümmern und diese für eine Ausbildung zu begeistern. Auch die enge Verbundenheit zum Unternehmen sieht sie als Vorteil für die Gewinnung von am Ort lebenden Jugendlichen. Dabei ist ein Wandel festzustellen. Heute bewerben sich die Unternehmen bei den Jugendlichen und nicht umgekehrt. Ein wichtiger Punkt ist, sich bei den Schüler/innen bekannt zu machen. Dafür hat sie ihren Betrieb in Zusammenarbeit mit der Schöppinger Kolpingsfamilie in der Schule schon vorgestellt. Dazu gehört natürlich auch die Teilnahme an der Ausbildungsmesse am 05.05.2019 in Schöppingen.


Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
 
Rassismus ist nach der Definition eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, kulturellen Merkmale wie Kleidung, Bräuche oder Religionszugehörigkeit, die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen, als sogenannte „Rasse“ kategorisiert, beurteilt und als geringer wertig diskriminiert wird. Die Sekundarschule will diesem Denken und Handeln etwas entgegensetzen und verteilte als äußeres Zeichen anlässlich der Übergabe des Siegels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Juni 2018 schwarze T-Shirts mit dem aufgedruckten Slogan.

Bürgermeister Franz-Josef Franzbach aus Schöppingen (3.v.l.) und Bürgermeister Robert Wenking aus Horstmar (l.) erklärten sich mit den Schülern der Sekundarschule solidarisch und zogen sich die T-Shirts über. Viele Schüler/innen wussten bis dato gar nicht, was Rassismus bedeutet. Leider gibt es Rassismus überall – im Kleinen und Großen, im Alltag, im Beruf oder in Schulen. Gerade hier möchten die Schüler/innen ein Zeichen setzen und begründeten, warum sie sich für das Projekt engagieren. Auf Plakaten war z.B. zu lesen: „Alle Menschen sind gleich“ oder „Zivilcourage zeigen“. Gerade an der Sekundarschule mit seinen 632 Schüler/innen, wo 85 ausländische Kinder aus 15 Nationen den Schulalltag erleben, ist es wichtig, sich kennen zu lernen, sich zu tolerieren, sich zu verstehen und sich zu respektieren. Dazu gehört auch, dass Mobbing und Repressalien über Social Media ausgeschlossen werden und zwar von Anfang an. Viele seien gegen Rassismus, so eine Schülerin. Bürgermeister Franzbach bestärkte die Schüler/innen, indem er ihre Haltung unterstützte: „Rassismus ist etwas, was schleichend kommt. Achtet aufeinander, achtet auf euch selbst. Habt den Mut, Stopp zu sagen, sodass unsere Gesellschaft jeden Tag etwas besser wird.“

Horstmars Bürgermeister Wenking ergänzte: „Wir wollen keine Ausgrenzung. Wichtig ist es, sich immer wieder zu fragen. Wie möchte ich selbst behandelt werden? So soll jeder auch andere behandeln.“ Michael Sturm von der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus“ übergab die Urkunde und die Plakette an die Schulvertreter und sprach den Schülern ein Lob aus: „Der Satz ‚Alle Menschen sind gleich‘ wird oft mit Füßen getreten und gerät in Vergessenheit. Deshalb ist es gut, dass sich diese Schule für das Projekt engagiert.“


Foto: Dr. Andreas Heilborn

GEGEN DAS VERGESSEN
 
Die Aktionsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hatte Frau Erna de Vries im Juli in die Schule eingeladen. Die 94-jährige Zeitzeugin ist eine der letzten noch lebenden Juden, die das Gräuel der Naziherrschaft und die mörderische Vernichtung in den Konzentrationslagen erlebt und vor allem überlebt hat. Ihre Berichte über die plötzliche Judenfeindlichkeit der Mitschüler, über Repressalien gegenüber ihrer Familie, ihre Erinnerungen an die Nazihorden, die im Sinne der Nürnberger Gesetze in der „Pogromnacht“ alles zertrümmerten, was sie für jüdisch hielten, bewegte und berührte die Schüler/ innen der Sekundarschule sehr. Frau de Vries berichtete über die Ankunft im Kon-zentrationslager und die schrecklichen Begebenheiten im Lager, in der auch ihre Mutter ermordet wurde. Seit vielen Jahren erzählt Frau de Vries als Überlebende dieser schrecklichen Zeit ihre Lebensgeschichte.
Die prägnante Aussage, dass „so etwas nie wieder passieren darf“, ist für sie selbstverständlich. Aber es gibt auch Anzeichen dafür, dass diese Erkenntnis aus der Geschichte immer mehr abgeschwächt wird. Die Aktionsgruppe machte Erna de Vries zur Ehrenpatin an der Schule.