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LICHTKUNSTNACHT UND APFELFEST 2018

Foto:Sabine Sitte

Aller guten Dinge sind drei! Nach den beiden besucherstarken Lichtkunstnächten der vergangenen Jahre hieß es auch dieses Mal am Vorabend des Apfelfestes wieder: Willkommen in einer illuminierten Welt voller überraschender Momente.

Mit der beleuchteten Außenfassade im Wechsellicht von gelb zu purpurn, grün und blau eröffnete die Kulturhalle „Kraftwerk“ an diesem Abend nicht nur erstmalig ihre Türen, sondern auch den nächtlichen Wandelgang zwischen den Installationen der 24 internationalen Künstlerinnen und Künstler. Eingeladen und organisiert hatte die Stiftung Künstlerdorf.

Von Wortbotschaften in flackernder Leuchtschrift auf dem Hallendach über faszinierende Lichtkunstwerke in den Ateliers, Gebäuden und auf dem Außengelände des Künstlerdorfes bis zum „Graffiti-Mobil“ im Stadtpark: für die zahlreichen Besucher gab es jede Menge zu bestaunen.
Eine feenhafte Lichtgestalt mit filigranen Flügeln schickte die Künstlerin Dani Bekiersch auf die Reise, Tim Roßbergs „Tapetenwechsel“ projizierte pulsierende Linienmuster auf eine Mauer und in der Galerie F6 ließ Hannah Schneider ein weißes Band als „Lichtmaß“ von der Decke hängen - Synonym für materielle Gegensätze von weichem Stoff zu hartem Stahl und kühlem Beton. Licht versus Dunkelheit.
In der Fotoscheune im Künstlerdorf brauchte es für die Videoinstallation „Das Einzige, was wir teilen ist die Vergangenheit“ von Hiram Wong auch die aktive Teilnahme der Zuschauer. Menschen betraten und verließen das Areal des Kameraweitwinkels, nahmen auf einem Stuhl vor der Leinwand Platz, saßen regungslos davor oder winkten zeitversetzt den Personen in den nächsten Dimensionen zu. Die Projektionen über zwei Ebenen illusionierten Gegenwart und Vergangen-heit.

Fotos: Susanne Menzel

Auf dem Geröllhügel hinter dem Bauzaun an der Hauptstraße erwuchs eine große „Zelle“ als Ursprung des Lebens und pinkfarbene imaginäre Flammenarme loderten aus einem Autowrack auf der Wiese. Mitmachen erwünscht: Mit Laserpointern verewigten sich die jüngeren Besucher temporär in Leuchtbuchstaben und verrückten Krakeleien auf Hausfassaden an der Kirchenmauer und einer Turminstallation im Stadtpark.


Viel los war auch auf dem Platz vorm und um das Alte Rathaus: Die Cover-Band „Glam-Jam“ sorgte mit bekannten Rocksongs für eine fulminante musikalische Zeitreise und der Kulturring lud am Stadtparkrand zum gemütlichen „Chill & Grill“-Ausklang ein.  

18. Schöppinger Apfelfest – 16. September 2018

Willkommen in den 1960ern! Zum 18. Apfelfest am 15. September (Sonntag) luden die Veranstalter zu einer nostalgischen Zeitreise in die Ära der wilden Mode, aufmüpfiger Musik und legendärer Automobile. Unter dem Motto „50 Jahre 68er: Musik - Mode – Autos“ gab es für die zahlreichen Besucher jede Menge zu entdecken und zu erleben.

Im Alten Rathaus bestaunten die jüngsten Gäste das Interieur eines nachgebauten Wohnzimmers im Original-Stil dieser Zeit: das Telefon mit Wählscheibe zwischen Röhrenfernseher und Plattenschrank. Für die älteren Besucher eine schmunzelnde Erinnerung: „Weißt du noch?“

Vom Minirock zum Hippielook, in Kord, Samt oder Polyester – die Mode dieser Zeit war facettenreich und oftmals auch knallbunt.
Ein prächtiges Potpourri ausgewählter Kleidung präsentierten die Schöppinger Damen- und Herrenmodels in zwei selbstbewussten Modenschauen auf dem Laufsteg vor dem Rathaus. Mit passendem extravagantem Schuhwerk und im Stil der damaligen Zeit aufwändig frisiert und geschminkt liefen sich die Akteure mit frechem Hüftschwung und viel guter Laune in die Herzen der Zuschauer.

Als quirliges Moderatorenpaar ergänzten Rolf Dirksen und Verena Klöpper die Show.
Mit launiger Musik unterstrichen die „Dandys“ aus Münster das Lebensgefühl der 1960er Jahre. Gegründet 1965 waren die Musiker damals selbst hautnah dabei, als der Beat die Welt eroberte.

Ob chromblitzende Kühlergrills oder winzige Familienkutschen: In den 1960er Jahren entwickelte sich das Auto zum Freiheits- und Statussymbol. Über eine imposante Automeile von etwa 100 Oldtimern hatten die Besucher des Apfelfestes jede Menge Gelegenheiten zum Fachsimpeln mit den Besitzern, zum Fotografieren oder einfach nur zum Staunen. Bestes Spätsommerwetter sorgte am Nachmittag für offene Verdecks zur Abschlussfahrt der Oldies durch die Schöppinger Innenstadt.

Rund um das nostalgische Thema kamen aber auch Kindervergnügen, kulinarische Genüsse und ein breites Händlerangebot nicht zu kurz. Ein Hochseilgarten, Kinderkarussell, Hüpfburg und Jump-House waren von den Jüngsten gut besucht. Auf der Hauptstraße konnten die Gäste Käse, Honig, Marmeladen und Chutneys aus eigener Herstellung probieren und kaufen oder sich bei einem ausgiebigen Bummel durch die geöffneten Läden und an den repräsentativen Ständen der Schöppinger Kaufleute beraten lassen.

Das Fazit der Veranstalter, Aussteller und Besucher: Tolle Highlights und super Stimmung. Gerne wieder, gerne mehr!

Wir danken allen Helfern und Unterstützern aus den Schöppinger Vereinen sowie allen Einzelpersonen, die so engagiert zum Gelingen des Apfelfestes beigetragen haben.