Hier beginnt die Nebennavigation

Hier beginnt die Hauptnavigation Ebene 2

ÖKOLOGISCHE GEWÄSSERENTWICKLUNG DES GEWÄSSERS 1700

Anfang August wurde mit den Bauarbeiten für die ökologische Gewässerentwicklung des Gewässers 1700 im Bereich der Bauernschaft Heven in Schöppingen begonnen. Aus diesem Grund fand am 02. August der "Spatenstich" mit Vertretern der Gemeinde Schöppin-gen, dem Wasser- und Bodenverband Vechte, den Anliegern, der Baufirma Vornholt aus Borken und der Arbeitsgemeinschaft der Wasser- und Bodenverbände Westfalen Lippe (AG WuB) aus Münster statt. Die Maßnahme dient der Erreichung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Die Maßnahmenträgerschaft und die Finanzierung übernahm die Gemeinde Schöppingen, welche sich für die ökologische Auf-wertung „Ökopunkte“ anrechnen ließ. Diese können zum Ausgleich für Baumaßnahmen wie beispielsweise die Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten genutzt werden.

Für den oberen Abschnitt von rd. 800 Meter Länge wurde durch die Anlieger Alichmann, Volmer-Graes und Weuler ein 5 Meter breiter Uferstreifen zur Aufweitung und naturnäheren Gestaltung des Gewässers zur Verfügung gestellt. Die Fläche für den unteren Abschnitt konnte die Gemeinde durch einen Flächentausch gewinnen.
Hier bestand u. a. ein Sohlabsturz unmittelbar oberhalb der Schöppinger Straße, welcher die Durchgängigkeit (Wanderung) für Fische und Kleinstlebewesen unmöglich machte. Durch einen neuen, naturnahen, gewundenen Gewässerverlauf von rd. 270 Meter Länge wurde der Sohlabsturz umgangen und der Altverlauf wurde verfüllt. Gleichzeitig wurden die Ufer um das Gewässer herum abgesenkt und eine Sekundäraue angelegt. Hier kann sich das Gewässer jetzt eigendynamisch entwickeln und schadlos ausufern, wodurch zusätzlicher Retentionsraum für Hochwasserereignisse geschaffen wurde. 

Die Projektierung, Planung und Begleitung der Maß-nahme erfolgte durch die AG WuB. Insgesamt wurden rd. 9.000 Kubikmeter Boden bei der Gewässerumgestaltung bewegt. Der anfallende Mutterboden wurde zur Ausbringung auf Ackerflächen genutzt.

Bürgermeister Franzbach hierzu: „Es ist von Vorteil für alle Beteiligten, wenn sich die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie mit Ausgleichsmaßnahmen verbinden lässt, hierbei auch noch der Hochwasserschutz verbessert wird und nicht allzu viel landwirtschaftliche Nutzfläche verloren geht.“

Mit dabei (v.l.): Bauamtsleiter Rainer Hachmann (Gemeinde Schöppingen),
Carsten Bohn, Marco Pfeil (beide AG WuB),
Bürgermeister Franz-Josef Franzbach (Gemeinde Schöppingen),
Bernd Terhan (Firma Vornholt),
Josef Alichmann (Vorsteher WuB Vechte u. Anlieger),
Heribert Weuler, Elisabeth Volmer-Graes (beide Anlieger)