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DIE INTEGRATION VON FLÜCHTLINGEN IN SCHÖPPINGEN – EINE DAUERAUFGABE

Nachdem zum Ende des letzten Jahres die Integrationsquote der Bezirksregierung Arnsberg für Schöppingen noch eine Zuweisung von rd. 130 Flüchtlingen vorgesehen hatte, geht die aktuelle Verteilerstatistik „Wohnsitzauflage“ von einer „Soll-Verteilung nach Integrationsschlüssel“ von 156 Personen aus.
Zunächst lief die Zuweisung schleppend. Die Zielvereinbarungen konnten seitens der Bezirksregierung nicht eingehalten werden, da nicht genug Flüchtlinge für die Verteilung auf die Kommunen in NRW vor-handen waren.
Seit Oktober 2018 werden der Gemeinde Schöppingen jede Woche regelmäßig Flüchtlinge zugewiesen. Es handelt sich ausschließlich um Flüchtlinge, die gemäß § 12a Flüchtlingsaufnahmegesetz nach Schöppingen zugewiesen werden. Das bedeutet, es handelt sich um Menschen mit einer Bleibeperspektive und einem Bleiberecht. Ihre Zuweisung nach Schöppingen ist bindend.
Es handelt sich nicht um Asylbewerber, über deren Antrag noch nicht entschieden ist oder die mit einer Abschiebung rechnen müssen.
Diese anerkannten Flüchtlinge erhalten in der Regel eine Wohnsitzzuweisung für die Dauer von drei Jahren. Sie sind verpflichtet, in diesem Zeitraum ihren Lebensmittelpunkt an dem zugewiesen Ort zu wählen. Treten nachträglich Gründe ein, die zum Wegfall oder zur Abänderung der Wohnsitzzuweisung führen (z.B. Arbeitsaufnahme), haben die Flüchtlinge die Möglichkeit, einen Aufhebungs- oder Änderungsantrag zu stellen.

Um die Flüchtlinge unterzubringen, hat die Gemeinde Schöppingen insgesamt drei Wohnungen angemietet und sechs Häuser gekauft. Zudem wurden an der Metelener Straße insgesamt sechs Wohneinheiten gebaut, die in 2018 fertiggestellt wurden und auch bereits bewohnt werden. Ein weiterer Neubau am Tulpenweg mit acht Wohneinheiten ist fertiggestellt und wird ab Januar 2019 als Flüchtlingsunterkunft dienen.
Insgesamt liegen jetzt Wohnkapazitäten für rd. 110 Flüchtlinge vor.
Bis zum 27.11.2018 hat die Gemeinde Schöppingen insgesamt 46 Personen zugewiesen bekommen. Weitere sechs Personen, die dem Integrationsschlüssel zugerechnet werden, sind anderweitig untergebracht, sodass insgesamt 52 Menschen in Schöppingen als Flüchtlinge leben. Sie sind überwiegend gut ausgebildet und waren in ihrer Heimat in qualifizierten Berufen tätig.

Die meisten Flüchtlinge kommen aus der Türkei (17) und Syrien (20). Weitere Herkunftsländer sind Ägypten, Iran, Irak, Russland und Libanon.
Die Gemeinde Schöppingen sucht auch weiterhin noch nach Wohnungen, vornehmlich Mietwohnungen, die für die Unterbringung von alleinstehenden Flüchtlingen oder Flüchtlingsfamilien genutzt werden können. Bei geeigneter Wohnungsgröße und Miethöhe ist es auch möglich, dass die Flüchtlinge selbst Mietwohnungen anmieten. Anfragen nehmen Herr Gausling oder Frau Bülter und Herr Wellen vom Jobcenter entgegen.
Aber auch die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe hat sich vorbereitet.
So wurde in den Räumlichkeiten neben der Apotheke eine Kleiderkammer eingerichtet, die mit einem Team von neun Personen seit einem Dreivierteljahr an jedem Dienstag von 15 Uhr bis 17.00 Uhr gute gebrauchte Kleidungsstücke für einen geringen Obolus pro Kleidungsstück verkauft. Kleiderspenden werden gerne entgegengenommen.

Der „Kulturen-Treffpunkt“ hat nun jeden Dienstag von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr in den Räumlichkeiten des ehemaligen Geschäftes „Kokimo“ an der Hauptstraße 34 geöffnet. Bislang wird der Treffpunkt von 13 Ehrenamtlichen betreut und durchgeführt. Der Treffpunkt ist für alle Schöppinger geöffnet. Gerne kann man sich auch hier melden, wenn man sich über die ehrenamtliche Integrationsarbeit informieren oder an dem ehrenamtlichen Engagement beteiligen möchte. Weitere Informationen kann auch die Flüchtlingskoordinatorin Melanie Rotterdam geben.
Nicht zuletzt sucht Walter Vielhauer noch fachkundige Mitstreiter für die kleine Fahrradwerkstatt, die sich im Aufbau befindet. Ziel der Arbeit in der Fahrradwerkstatt, in der auch die Flüchtlinge zur Mitarbeit herzlich eingeladen sind, ist nicht nur das Reparieren und Überlassen von gebrauchten Fahrrädern, sondern auch die Verbesserung des Kontaktes zu den Bürgern. Hierbei können die Flüchtlinge auch ganz nebenbei ihre Sprachkenntnisse verbessern.

Zur Eröffnung am 27.11.2018 besuchten Bürgermeister Franz-Josef Franzbach und Heinz Wellen (Jobcenter der Gemeinde Schöppingen) den „Kulturen-Treffpunkt“.


Ansprechpartner
bei der Gemeinde Schöppingen:
Franz-Josef Gausling
Tel.: 02555 / 88-36
E-Mail:
franz-josef.gausling@schoeppingen.de

Heinz Wellen (Jobcenter)
Tel.: 02555 / 88-25
E-Mail:
heinz.wellen@schoeppingen.de

 Cornelia Bülter (Jobcenter)
Tel.: 02555 / 88-52
E-Mail.
cornelia.buelter@schoeppingen.de

 
 Ansprechpartner
bei den Ehrenamtlichen:

Melanie Rotterdam (Flüchtlingskoordinatorin)

Tel.: 02555 / 554 oder 02555 / 929 749
oder 0170 - 9641114
E-Mail:
rotterdam-m@bistum-muenster.de

 

 
Ansprechpartner
für die Fahrradwerkstatt:

Walter Vielhauer

Tel.: 02555 / 1232

 

Die Unterstützung der Flüchtlinge durch
die vielen ehrenamtlichen Integrationshelferinnen und Integrationshelfer ist eine Investition
in die Zukunft dieser Menschen.

Dafür an dieser Stelle ein herzlichen
Dankeschön für Ihr Engagement!