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BEBAUUNGSPLAN NR. 39 „AM BERG“

Ein wichtiges Aufgabenfeld und stetiger Auftrag an Politik und Verwaltung jeder Kommune ist die verantwortliche und am Bedarf orientierte kontinuierliche Ausweisung von weiteren Wohn- und Gewerbeflächen.

Parallel zu der bereits 2014 erstmals angedachten und 2016 mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan auch formell eingeleiteten Ausweisung eines weiteren Baugebietes mit der Bezeichnung „Am Überweg“ wurden und werden daher fortdauernd auch die Möglichkeiten der Ausweisung weiterer zukünftiger Wohn- und Gewerbeflächen geprüft; zumal bereits wenige Monat nach Bekanntwerden der Planungen zur Ausweisung der Baugebietes „Am Überweg“ den in diesem Baugebiet vorgesehenen Bauplätzen mehr als doppelt so viel Nachfragen gegenüberstanden.

In die Überlegung und Planungen zur Ausweisung weiterer Bauflächen miteinzubeziehen sind regelmäßig zahlreiche Aspekte, wie die zwingend zu berück-sichtigende Vereinbarkeit mit den Vorgaben der überregionalen Planungen (u. a. Regionalplan und Landesentwicklungsplan), ausreichende Abstände zwischen Wohnbau- und Gewerbeflächen sowie zwischen emittierenden landwirtschaftlichen Betrieben und der Wohnbebauung, Ein- und Anbindung der vorhandenen Infrastrukturen usw.. Schlussendlich muss auch die Bereitschaft der Grundstückseigentümer zu einem Verkauf gegeben sein.

Unter Berücksichtigung und Subsumierung all dieser Gesichtspunkte kristallisierte sich nach zahlreichen im Vorfeld mit der Regionalplanung, mit Gutachtern und Grundstückseigentümern geführten Gesprächen im Laufe des Jahres 2016 eine Fläche unterhalb des Baugebietes „Brauereigelände“ zwischen den Straßen Layenstiege und Am Isinglau als weitere zeitnah ausweisbare Wohnbaufläche heraus. Entsprechend hat der Rat Ende 2016 in insgesamt drei jeweils in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig gefassten Beschlüssen den Erwerb der angedachten zukünftigen Bauflächen beschlossen. Nach Abschluss und Abwicklung der Kaufverträge wurde in der Ratssitzung am 19.06.2017 anschließend erneut einstimmig der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 39 „Am Berg“ gefasst.

In dem sich diesem Beschluss wiederum anschließend formellen Bauleitverfahren wurden dann erstmals von zahlreichen Bürgern und einer Bürgerinitiative unter Hinweis auf aus ihrer Sicht mit der Ausweisung verbundenen nicht hinnehmbaren Eingriffen in die Natur und das Landschaftsbild des Schöppinger Berges Bedenken gegen die Planungen vorgebracht.

Über diese Bedenken hat der Rat nach mehreren, teilweise sehr kontroversen und emotionsgeladenen Beratungen in vorhergehenden Rats- und Fachausschusssitzungen am 11.06.2018 mehrheitlich entsprechende Abwägungsentscheidungen getroffen und im Anschluss den Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Bei den Entscheidungen  wurde dabei zu keiner Zeit verkannt, dass es sich bei der Fläche aufgrund ihrer Lage um eine landschaftlich sensible Fläche handelt.

Bauleitplanung bedeutet aber immer auch eine gerechte Abwägung der öffentlichen und privaten Interessen gegeneinander und untereinander. Im Rahmen dieser Abwägung wurden und werden die durch das Baugebiet zu erwartenden Eingriffe in das Landschaftsbild gegenüber den anderen Interessen als vertretbar angesehen, zumal sich das Plangebiet direkt an vorhandene Bebauungen anschließt, mit den

Zufahrtsmöglichkeiten über die Layenstiege und der Straße Am Isinglau an bereits vorhandene Infra-strukturen angebunden werden kann und lediglich rd. 0,5 % der auf dem Gemeindegebiet gelegenen Flächen des Schöppinger Berges umfasst.

Nach dem Satzungsbeschluss wurden vom beauftragten Planungsbüro die jeweiligen Endfassungen der Planunterlagen ausgefertigt und der Bebauungsplan wurde mittlerweile durch die ortsübliche Bekannt-machung des Satzungsbeschlusses unter der lfd. Nr.39  im Amtsblatt Nr. 18/2018 der Gemeinde Schöppingen vom 09.10.2018 mit dem Tag dieser Bekanntmachung in Kraft gesetzt.

Ab Anfang 2019 soll als nächster Schritt mit der Erstellung der konkreten Erschließungsplanungen für das Baugebiet begonnen werden. 


FÖRDERPROGRAMM „JUNG KAUFT ALT!“

JUNGE MENSCHEN KAUFEN „ALTE HÄUSER“

Seit Juli 2017 besteht die Möglichkeit, aus dem Förderprogramm „Jung kauft Alt" Zuschüsse zu beantragen:

1. Eine einmalige Förderung zur Anfertigung eines Altbaugutachtens, das bereits vor dem eigentlichen Kauf (inklusive Ortsbegehung, Bestandsaufnahme mit Empfehlungen zur Modernisierung und Kostenschätzung) erstellt werden kann

(600 € Grundbetrag + 300 € pro Kind – maximal 3 Kinder = Höchstbetrag 1.500 €)

 2. Eine Förderung für den Erwerb einer mindestens 30 Jahre alten Immobilie oder auch für den Abbruch eines Altbaus und Errichtung eines Ersatzhauses zur Selbstnutzung über eine Laufzeit von 5 Jahren.
(800 € Grundbetrag + 400 € pro Kind – maximal 3 Kinder = Höchstbetrag 2.000 €
x 5 Jahre Laufzeit = 10.000 € Höchstbetrag Fördersumme). 

3. Ein einmaliger Zuschuss zu den Beratungskosten für eine energetische Analyse zur Sanierung eines Altbaus in Höhe von 30 % der Erstellungskosten, höchstens aber 400 €.


Muss Mann/Frau jung sein? Nein; eine Altersbeschränkung für die Beantragung der Mittel gibt es nicht. Lediglich die Immobilie muss über 30 Jahre alt sein. Auch Alleinstehende und kinderlose Paare erfüllen die Voraussetzungen für eine Förderung.

 

Die Richtlinien und Vordrucke für die Beantragung der Mittel sind als Download auf der Internetseite der Gemeinde Schöppingen zu finden:
www.schoeppingen.de Rubrik: Bauen & Wirtschaft / Förderprogramm Jung kauft Alt

Wer weitere Beratung oder Informationen wünscht, kann sich gerne an die Gemeinde Schöppingen, Ansprechpartner
Franz-Josef Gausling, wenden:

Tel.: 02555 / 88-36            E-Mail: franz-josef.gausling@schoeppingen.de