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300 Jahre Bergkapelle

Im Rahmen der Hagelfeierprozession am 10. Juni 2018 wurde das 300-jährige Jubiläum der Schöppinger Bergkapelle gefeiert. Bannerabordnungen der Vereine und viele Schöppinger/innen nahmen an der traditionellen Prozession teil, die unter der musikalischen Begleitung der Feuerwehrkapelle an der Brictiuskirche startete und an der evangelischen Johanneskirche vorbei zur Bergkapelle führte. Dort wurde ein gemeinsames Festhochamt gefeiert.

Anschließend sprach Bürgermeister Franz-Josef Franzbach ein Grußwort der politischen Gemeinde und unterstrich, dass Schöppingen sich stolz und glücklich schätzen könne, eine so gut erhaltene Kapelle zu haben. Noch glücklicher könne die Gemeinde aber darüber sein, dass sich so tatkräftige Bürger/innen für den Erhalt und die Pflege einsetzen. Dafür sei den Quellensängern und den weiteren Helferinnen und Helfern gedankt. Diese ehrenamtliche und langjährige Arbeit kommt der gesamten Bevölkerung zugute und mache Schöppingen noch ein Stück liebens- und lebenswerter. Die Bergkapelle ist ein regelmäßiges Ausflugsziel für Spaziergänger und Fahrradfahrer. Gemeinsam mit der „Stockumper Kapelle“ in Haverbeck, der Gemener „Pestkapelle“, der Kapelle „Haus Koppel“ auf dem Ramsberg, der Hofkapelle „Schulze Althoff“ in Heven und der Gnadenkapelle in Eggerode ist die „Bergkapelle“ zur sogenannten Schöppinger „Kapellenroute“ vernetzt worden. Damit ist sie auch touristisch erschlossen, sodass neben den Schöppingern auch viele Gäste von nah und fern die Bergkapelle besuchen, eine Pause einlegen, ein kurzes Gebet sprechen und eine Kerze anzünden. Durch den Kerzenverbrauch von rd. 3.000 Stück pro Jahr wird die sehr gute Resonanz mehr als deutlich. Die Bergkapelle, zusammen mit der alten Linde, einem besonderen Naturdenkmal, ist für Schöppingen ein wertvolles und wunderschönes Fleckchen Erde.

Pfarrer Jacob Anton Volbier ließ dieses wunderbare Kleinod auf dem Schöppinger Berg im Jahr 1718 er-richten. Über die umfangreiche Geschichte der Kapelle hat Pfarrer em. Wolfgang Böcker die wichtigsten Daten und Fakten in einer Festschrift zusammengetragen, die von der Pfarrgemeinde St. Brictius herausgegeben wurde.

 

 

50 Jahre „Quellensänger“

Im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Jubiläum der Bergkapelle steht auch das 50-jährige Bestehen der „Quellensänger“. Diese Gruppe hat sich damals aus Mitgliedern des Kirchenchors gebildet, um sich auch im „außerkirchlichen Bereich“ aktiv zu beteiligen. So nahmen die „Quellensänger“ am Schöppinger Karneval teil oder mischten sich mit lustigen Aktionen in das politische Geschehen ein. Weil man sich damals regelmäßig in der Gaststätte „Zur Quelle“ (damals Familie Everding im heutigen Gebäude der LVM) traf, war der Name schnell gefunden. Nach einigen Jahren machten es sich die Mitglieder zur Aufgabe, die renovierungsbedürftige „Bergkapelle“ wieder herzu-richten. Seitdem setzen sich die „Quellensänger“ ehrenamtlich für den Erhalt der Schöppinger Berg-kapelle ein. Sie säubern und pflegen die Kapelle und das umliegende Gelände und kümmern sich um das regelmäßige Öffnen etc. Für dieses besondere Engagement erhielten die „Quellensänger“ in diesem Jahr sogar den Klimaschutzpreis der Gemeinde Schöppingen (unterstützt von innogy) und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 400 Euro.