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23.08.2021

Runder Tisch ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Von der Corona-Pandemie und den Einschränkungen im öffentlichen Leben ist auch die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit betroffen: Die Angebote der Kleiderkammer, des Möbellagers, der Fahrradwerkstatt und des Kulturentreff sind stark eingeschränkt. Ab September ist die Rückkehr in den Normalbetrieb geplant. Der Einladung der Gemeinde zum dritten runden Tisch „Integration der Flüchtlinge“ sind am Dienstag zahlreiche Frauen und Männer gefolgt, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagieren.

Fremde aus zum Teil exotischen Kulturen habe es in Schöppingen bereits in früheren Zeiten gegeben, erinnerte Heinz Wellen, Verwaltungsmitarbeiter im Jobcenter der Gemeinde, an den Zuzug Vertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg in den Ort, an Schöppingen als NATO-Standort, an die ersten Gastarbeiter aus Portugal und die Aufnahme von DDR-Flüchtlingen in den 80er Jahren. Seit 1992 gibt es die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE). Die schließt am 31. Dezember dieses Jahres endgültig ihre Pforten.

Nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz sind die Kommunen in NRW verpflichtet, ausländische Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen. Die Quote gemäß Integrationsschlüssel für die Gemeinde liegt derzeit bei 190 Personen. Bisher wurden Schöppingen nur anerkannte Asylbewerber oder besonders Schutzbedürftige mit Bleibeperspektive zugewiesen. „Der überwiegende Teil dieser Menschen ist gut ausgebildet, hoch qualifiziert und motiviert, sich in die Gemeinschaft integrieren zu wollen“, betonte Heinz Wellen.

Die Gemeinde stellt Wohnraum in sogenannten Notunterkünften und hilft bei der Integration. Seit 2017 sind etwa 100 Flüchtlinge nach Schöppingen gekommen. Damals etablierte sich im Ort die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit mit zu Beginn etwa 25 engagierten Schöppinger Frauen und Männer. Inzwischen ist die Zahl der Freiwilligen auf etwa 30 angestiegen. „Besonders toll ist, dass sich auch einige der Flüchtlinge hier einbringen“, so Wellen. Unterstützt wird die Flüchtlingsarbeit vom Kommunalen Integrationszentrum Borken mit unter anderem Fördermitteln bei Projekten und Dolmetscherleistungen.
Ab 2022, mit Schließung der ZUE, können auch Asylsuchende, über deren Antrag auf Asyl noch nicht oder ablehnend entschieden wurde, der Kommune zugewiesen werden.

„Mit Blick auf das aktuelle Weltgeschehen werden wir als Gemeinschaft in Zukunft bei der Integration von Flüchtlingen noch Einiges zu stemmen haben“, meinte Wellen, „aber die meisten Schöppinger stehen dem Fremden und Exotischen nicht ablehnend gegenüber. Diese Menschen bringen uns weiter.“

Ab September stehen die Angebote der Kleiderkammer, des Möbellagers, der Fahrradwerkstatt und des Kulturentreff allen Schöppingern wieder offen.

In der Kleiderkammer (Bergstraße 5) ändern sich die Öffnungszeiten auf dienstags in der Zeit von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Für die Annahme von Spenden können über 01 57 39 39 73 15 separate Termine vereinbart werden.
Das Möbellager (geöffnet jeden 1. Donnerstag von 16 Uhr bis 18 Uhr) bittet bei Möbelspenden im Vorfeld um Kontakt und ggf. Fotos über 01 63 12 99 188, um den Bedarf und den Platz im Lager anzufragen.

Foto: (v.r.) Heinz Wellen (Mitarbeiter des Jobcenters in der Gemeindeverwaltung Schöppingen), Fabian Wellers (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters) und Sigrun Plogmann vom Kommunalen Integrationszentrum


Aktuelle Veranstaltungen (ohne Gewähr; Änderungen aufgrund der Corona-Pandemie möglich)

26.09.2021 Gremiumangeln sen.

ASV Hechtclub Sch


Pfarrei St. Brictius


01.10.2021 Frauennmesse

kfd Eggerode

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