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07.08.2018

Spatenstich zur ökologischen Gewässerentwicklung des Gewässers 1700

Anfang August wurde mit den Bauarbeiten für die ökologische Gewässerentwicklung des Gew. 1700 im Bereich der Bauernschaft Heven in Schöppingen begonnen.

Aus diesem Grund fand am 02. August 2018 der "Spatenstich" mit Vertretern der Gemeindeverwaltung Schöppingen, dem Wasser- und Bodenverband Vechte, den Anliegern, der Baufirma Vornholt aus Borken und der Arbeitsgemeinschaft der Wasser- und Bodenverbände Westfalen Lippe (AG WuB) aus Münster statt.

Die Maßnahme dient der Erreichung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Die Maßnahmenträgerschaft und die Finanzierung übernimmt die Gemeinde Schöppingen, welche sich für die ökologische Aufwertung „Ökopunkte“ anrechnen lässt. Diese können zum Ausgleich für Baumaßnahmen wie beispielsweise die Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten genutzt werden.

Für den oberen Abschnitt von rd. 800 m Länge wurde durch die Anlieger Alichmann, Volmer-Graes und Weuler ein 5 m breiter Uferstreifen zur Aufweitung und naturnäheren Gestaltung des Gewässers zur Verfügung gestellt. Die Fläche für den unteren Abschnitt konnte die Gemeinde durch einen Flächentausch gewinnen. Hier besteht u. a. ein Sohlabsturz unmittelbar oberhalb der Schöppinger Straße, welcher die Durchgängigkeit (Wanderung) für Fische und Kleinstlebewesen unmöglich macht. Durch einen neuen, naturnahen, gewundenen Gewässerverlauf von rd. 270 m Länge wird der Sohlabsturz zukünftig umgangen und der Altverlauf wird verfüllt. Gleichzeitig werden die Ufer um das Gewässer herum abgesenkt und eine Sekundäraue angelegt. Hier kann sich das Gewässer zukünftig eigendynamisch entwickeln und schadlos ausufern, wodurch zusätzlicher Retentionsraum für Hochwasserereignisse geschaffen wird.
Die Projektierung, Planung und Begleitung der Maßnahme erfolgt durch die AG WuB.

Bürgermeister Franz-Josef Franzbach hierzu: „Es ist von Vorteil für alle Beteiligten, wenn sich die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie mit Ausgleichsmaßnahmen verbinden lässt, hierbei auch noch der Hochwasserschutz verbessert wird und nicht allzu viel landwirtschaftliche Nutzfläche verloren geht.“

Insgesamt werden rd. 9.000 m3 Boden bei der Gewässerumgestaltung bewegt. Der anfallende Mutterboden, welcher zur Ausbringung auf Ackerflächen geeignet ist, kann an ortsansässige Landwirte in größeren Teilmengen abgegeben und auch angeliefert werden. Infos hierzu unter AG WuB, Tel. 0251/4175-169 bzw. -273.

Foto:
Mit dabei (v. l.): Rainer Hachmann (Gemeinde Schöppingen), Carsten Bohn, Marco Pfeil (beide AG WuB), Bürgermeister Franz-Josef Franzbach (Gemeinde Schöppingen), Bernd Terhan (Vornholt), Josef Alichmann (Vorsteher WuB Vechte u. Anlieger), Heribert Weuler, Elisabeth Volmer-Graes (beide Anlieger)


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